Android vs. iOS: Das vCard-Chaos erklärt
Warum sieht der Kontakt auf dem iPhone anders aus als auf Android? Wir erklären die subtilen Unterschiede der Betriebssysteme.
"Warum sind Umlaute auf dem Samsung kaputt, aber auf dem iPhone okay?" - Die Antwort liegt im ewigen Krieg der Formate.
1. Versionierung (vCard 2.1 vs 3.0 vs 4.0)
- Android: Nutzt oft noch den uralten Standard vCard 2.1 (aus den 90ern). Dieser unterstützt UTF-8 oft nur mit speziellen "Quoted-Printable" Hacks (
=C3=BCfür ü). - iOS: Nutzt modernere Standards (3.0), erwartet striktes UTF-8.
2. Das "Müller" Problem (Encoding)
Eine vCard 2.1 Datei ohne explizite Charset-Deklaration wird von Windows oft als ANSI (Windows-1252) gelesen, von Linux/Mac als UTF-8.
Unser Generator erzwingt vCard 3.0 mit UTF-8 BOM (Byte Order Mark). Das hilft Android, zu erkennen: "Aha, das ist Unicode", auch wenn es eigentlich 2.1 erwartet.
3. Kontaktbilder
- iOS: Erwartet Bilder als BASE64 Block innerhalb der vCard. Hat Limits bei der Größe (zu große Bilder crashen den Import).
- Android: Ziemlich tolerant, aber manche Hersteller-Apps (Samsung Kontakte, Google Kontakte) skalieren Bilder aggressiv herunter.
Fazit
Wenn eine Datei auf System A klappt und auf System B nicht: Es liegt meist nicht an den Daten, sondern an der strengen (oder laxen) Auslegung des RFC-Standards durch den Import-Parser des Betriebssystems.